Eines der ältesten „Nebenprodukte“ des Brennholzheizens wurde früher als Reinigungsmittel oder sogar als Rohstoff für die Seifenherstellung verwendet. Heute wird die meiste Kaminasche jedoch einfach weggeworfen – dabei kann sie sogar einen überraschend hohen Wert haben. Zeit also, genauer hinzusehen: Wohin mit der Asche, wie entsorgt man sie richtig und wo liegt ihr verborgenes Potenzial?

Aus 10 kg trockenem Brennholz entstehen meist ca. 0,2 bis 0,5 kg Asche. Das entspricht lediglich 2 bis 5 % der ursprünglichen Holzmenge. Vor allem Hartholz wie Buche oder Eiche verbrennt besonders effizient und hinterlässt weniger Rückstände als weiche Holzarten wie Fichte oder Kiefer. Holzbriketts erzeugen oft sogar nur etwa 1 bis 2 % Asche – unsere RUF noch weniger. Wer Brennholz günstig kaufen mit Lieferung möchte, sollte deshalb nicht nur Festmeter Holz, Schüttraummeter oder Ster Holz vergleichen, sondern auch auf die Qualität und Trockenheit des Holzes achten.
Genau das ist das Potenzial, das wir bereits angedeutet haben: Kaminasche muss nicht einfach entsorgt werden, sondern kann im Garten gezielt als natürlicher Dünger genutzt werden. Holzasche aus unbehandeltem Brennholz und RUF Briketts enthält wertvolle Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Phosphor und Natrium. Phosphor unterstützt die Bildung von Wurzeln, Blüten und Früchten, Kalium stärkt die Frosthärte und Widerstandskraft vieler Pflanzen und Kalzium fördert ein gesundes Wurzelwachstum. Auch Natrium kann Pflanzen dabei helfen, Wasser besser zu speichern.
Da Holzasche stark alkalisch wirkt und ähnlich wie Kalk den pH-Wert des Bodens erhöht, sollte sie jedoch nur sparsam verwendet werden. Empfehlenswert sind etwa 30 bis 50 g pro m² im Frühjahr. Besonders geeignet ist Holzasche für kalkliebende Pflanzen wie Rosen, Obstbäume, Kohl oder auch Rasenflächen auf moosigen Böden.
Vorsicht aber: Pflanzen, die saure Böden lieben, vertragen Holzasche schlecht. Dazu gehören Heidelbeeren, Rhododendren, Azaleen, Hortensien, Kartoffeln oder viele Nadelpflanzen. Durch den erhöhten pH-Wert des Bodens können diese Pflanzen wichtige Nährstoffe wie Eisen oder Magnesium schlechter aufnehmen. Schon kleine Mengen können empfindlichen Pflanzen schaden.
Wer Kaminasche nicht weiterverwenden möchte, sollte sie richtig entsorgen. In Österreich gehört vollständig ausgekühlte Asche aus Kamin, Ofen, Grill oder Feuerstelle grundsätzlich in den Restmüll beziehungsweise in die graue Tonne – niemals jedoch in die Biotonne. Holzasche enthält Stoffe, die die Qualität von Bioabfällen negativ beeinflussen können.
Wichtig ist vor allem die Sicherheit: Selbst scheinbar kalte Asche kann im Inneren noch Glutnester enthalten. Diese können Wärme teilweise bis zu 72 Stunden speichern und immer wieder Brände in Müllcontainern verursachen. Feuerwehren und Entsorgungsbetriebe empfehlen deshalb: